Besiedlung


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Das Klima wurde im Laufe einiger Jahrhunderte erheblich kalt, und deshalb zog die Bevölkerung wieder in die fruchtbaren und wärmeren Ebenen. In der Umgebung der Stadt Krnov wurde eine bedeutende Siedlung der Lausitzer Kultur entdeckt, welche mit seiner Gestaltung das Verlassen der Berghöhen belegt. Um das Jahr 1300 v.u.Z. kehrt ein Teil der Bevölkerung wieder ins Gebirge zurück, und zwar wegen der Fundorte der Edelmetalle, die zu einem wichtigen Handelsartikel wurde. Die Kelten, das älteste identifizierbare, das Gebiet Mitteleuropas bewohnende Ethnikum, verlegten ihre Siedlungen ins Gebirge zwar nicht, sie begannen jedoch an den Flüssen Oskava und Moravice Gold zu waschen und bei der Prägung von Münzen, den sog. Regenbogenschüsselchen, zu nutzen. Nach der Verdrängung der Kelten durch die Germanen an der Wende der Zeitrechnung wurde vom Bergbau allmählich abgelassen. Zum Unterschied von Mittelmähren wurden hier keine Spuren des Aufenthaltes der römischen Truppen gefunden. Eine wesentliche Änderung brachte der Einzug der Slawen im 5. und 6. Jahrhundert, die hier in einigen Wellen ihre Siedlungen gründeten, jedoch nicht einmal in diesen Zeiten rückte die Besiedlung weiter ins Gebirge vor. Die Slawen knüpften jedoch an die keltische Tradition der Goldwäsche und der Gewinnung von Edelmetallen, aus denen sie teuere Schmucksachen erzeugten, die heute in ganz Mähren in den Gräbern der slawischen Magnate gefunden werden.