Sender und Aussichtsturm Altvater


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Altvatergebirge (Jeseníky) gehört zu den ausgesuchten touristischen Reisezielen. Als die Dominante des Altvatergebirges betrachtet man den Berg Altvater, der...

Altvatergebirge (Jeseníky) gehört zu den ausgesuchten touristischen Reisezielen. Als die Dominante des Altvatergebirges betrachtet man den Berg Altvater, der 1492 Meter hoch ist. Schon am Anfang des 19. Jahrhunderts stand auf dem Gipfel des Berges eine Hütte, die als ein Zufluchtsort bei einem schlechten Wetter diente. Später bauten hier die Touristen ein einfaches Gebäude auf, das aber wegen der steigenden Besucherzahl nicht reichte. Deswegen entstand eine Idee auf dem Gipfel des Altvaters einen Aussichtsturm und eine Hütte aufzubauen. Die erste Erwähnung über den Aussichtsturm, damals Wachtturm genannt, erschien sich in einem Antrag des Mährisch-Schlesischer touristischen Sudetengebirgsvereins in heutigen Jeseník im Juni 1903. Als Grundbauteil wurde der Stein aus den unweiten Tafelstein (Tabulové kameny) benutzt. Zur Kollaudierung des Objektes kam im Juli 1912. Der Aussichtsturm war ein stattliches Gebäude aus den steinernen Quadern und erinnerte an einen mittelalterlichen Wachtturm. Diese Ähnlichkeit wurde mit einer Mauerzacke, Pylone und tiefen Fenster in den gewaltigen Wänden herausgestellt. Im Erdgeschoss befand sich ein Restaurant, darüber Zimmer und ganz oben auf dem Gipfel des Turms eine Aussichtsplattform.

Neben dem Aussichtsturm wurde ein Schrotholzbau aufgebaut, der zum Getränkeausschank diente. Der Aussichtsturm war aber nie bewohnt und kurz vor seiner Zugänglichmachung wurde festgestellt, dass das Gebäude wegen dem schlechten Baumaterialauswahl und den klimatischen Bedingungen in einem schlechten Zustand, kurz vor dem Zerfall, ist. Schon im Laufe des Ersten Weltkriegs wurde der Betrieb des Aussichtsturms gestoppt und im Jahr 1929 mussten die Bergungsarbeiten durchgeführt werden. Altvater wurde wieder lebendig im Zusammenhang mit der Entwicklung der Technik. Im Jahr 1965 bat die Fernmeldeverwaltung in Prag die Stadt Bruntál um die Ausgabe des Gebietsentscheides für den Aufbau des Fernsehturms. Den Gebietsentscheid erhielt die Fernmeldeverwaltung noch desselben Jahres. Der Aufbau hat einen offiziellen Namen: Der frequenzmodulierter und ultrakurzwelliger Fernsehsender Altvater (Televizní frekvenčně modulovaný a ultrakrátkovlnný vysílač Praděd). An dem Aufbau nahmen 94 Organisationen teil.

Der Aufbau wurde mit einem Ausbau der Asphaltstraße von Ovčárna angefangen. Die Gründe des Fernsehturms wurden im Jahr 1969 gelegt und der Betrieb fing im Jahr 1980 an. Wegen den problematischen Witterungsbedingungen konnte man nur 5 oder 6 Monaten im Jahr bauen. Der außergewöhnliche Turm ist 162 Meter hoch, er hat zwei befestigte Sichtsorte in der Höhe 19 und 70 Meter. Aus dem Fuß des Turms laufen drei Bauflügel (Energetik, Anschlüsse und der touristische Betrieb) aus, die oben zusammenlaufen. Es gelang sich Architektonische-, Städtebauliche-, Technische-, Betriebliche- und Dispositionsglieder mit der umliegenden Natur zu binden und der Turm betrachtet man jetzt als den untrennbaren Teil von Altvater und Altvatergebirge.

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